👕 The Brand Magic of... Patagonia
Wenn es um Nachhaltigkeit geht, kommt man an der Outdoor-Modemarke nicht vorbei. Was sind 5 Dinge, die wir von ihrem Erfolg für das Marketing unseres Unternehmens lernen können?
Hallo 👋 mein Name ist Florian Schleicher und das ist der FutureStrategies Newsletter. Schön, dass du mitliest 💚
Wann immer es ein Ranking über die nachhaltigsten Marken gibt, dann ist eine immer ganz vorne dabei: Patagonia.
Aber wusstest du, dass sie einst als Umweltschurken galten?
Wie wurde das Unternehmen zu einem Champion der Nachhaltigkeit?
Sie haben Kapitalismus genutzt, um den Planeten zu retten.
Die Marke hat einen geschätzten Wert von 3 Milliarden Dollar. Sie verkauft Outdoor-Bekleidung und Ausrüstung im Wert von mehr als 1 Milliarde Dollar und macht damit 100 Millionen Dollar Umsatz pro Jahr.
Heute möchte ich euch also auf eine kleine Reise mitnehmen:
🥇 Warum ist Patagonia so berühmt und was macht das Unternehmen?
🌱 Wie ist Patagonia dorthin gekommen, wo sie jetzt sind?
🎓 Was sind 5 Dinge, die wir von ihrem Ansatz für unsere eigene Marketingstrategie lernen können?
Heute ist Patagonia eine Marke, die ich mir gerne ansehe und von der ich lernen kann (und deren Produkte ich wirklich liebe).
Also los geht’s…
🥇 Warum ist Patagonia so berühmt und was macht das Unternehmen?
Patagonia ist ein amerikanisches Unternehmen, das Bekleidung und Ausrüstung für Outdoor- und Abenteuersportarten herstellt.
Von Anfang an (oder fast) verfolgte das Unternehmen eine Vision, die über den reinen Profit hinausging: Ihre Mission war es, Produkte herzustellen, die die Umwelt so wenig wie möglich belasten, und gleichzeitig Menschen zu inspirieren, einen positiven Beitrag zur Umweltkrise zu leisten.
Yes, they sell high end outdoor wear, but they are focused on building a more sustainable planet. They partner with other organisations that are also working on sustainability, as well as their customers, creating a true following of believers.
Das Herz der Marke schlägt für Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
Mit dem Slogan "Das beste Produkt herstellen, keinen unnötigen Schaden anrichten, Geschäft nutzen, um Lösungen für die Umweltkrise zu inspirieren und umzusetzen" haben sie ihre Identität verankert.
Sie sprechen nicht nur über ihre Produkte, sondern auch über die Bedeutung von Aktionen. Die Marke selbst tritt immer mehr in den Hintergrund, während die Umwelt und die Notwendigkeit, sie zu schützen, in den Vordergrund rücken.
Deshalb ist Patagonia an der Spitze vieler Rankings zu Nachhaltigkeit und Purpose und wurde 2019 zum UN Champion of the Earth ernannt.
🌱 Wie ist Patagonia dorthin gekommen, wo sie jetzt sind?
Um zu verstehen, was die Marke so berühmt und erfolgreich macht, möchte ich zunächst einen Blick auf ihre Geschichte werfen:
Das Unternehmen wurde von Yvon Chouinard gegründet, einem leidenschaftlichen Kletterer, der es liebte, in der Natur zu sein. Er war mit der aktuellen Ausrüstung, insbesondere den Pitons (Metallspitzen, die mit einem Kletterhammer in einen Riss oder eine Naht in der Kletterfläche getrieben werden und als Anker dienen), aber einfach nicht zufrieden.
Also begann er, seine eigene Ausrüstung zu bauen, und schon bald standen all seine Freunde für die selbst hergestellten Produkte Schlange (die er in der Garage seiner Eltern herstellte). 1965 ging Yvon dann eine Partnerschaft mit Tom Frost ein und gründete Chouinard Equipment.
Gemeinsam überarbeiteten und verbesserten sie Kletterwerkzeuge, um die besten am Markt zu schaffen, wobei sie sich an ein interessantes Designprinzip hielten:
In anything at all, perfection is finally attained not when there is no longer anything to add, but when there is no longer anything to take away, when a body has been stripped down to its nakedness.
Antoine de Saint Exupéry, the French aviator
Dann stießen sie jedoch auf ein Problem, wie es auf der Patagonia-Website selbst beschrieben wird: "1970 war Chouinard Equipment der größte Anbieter von Kletterausrüstung in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen ist aber auch zum Umweltschurken geworden, weil seine Ausrüstung den Felsen beschädigte. Dieselben zerbrechlichen Risse mussten beim Anbringen und Entfernen der Haken wiederholt mit dem Hammer bearbeitet werden, was zu schweren Schäden führte."
Also beschlossen die Mitbegründer, das umweltschädliche Piton-Geschäft zu minimieren.
Damals ahnten sie noch nicht, damit den ersten von vielen große Umweltschritten zu setzen, der den Weg ihres Unternehmens prägen würde.
(Die vollständige Geschichte des Unternehmens kannst du hier und hier nachlesen).
Die nächste wirklich interessante Entwicklung: in den frühen 1980er Jahren, als alle Outdoor-Produkte in sehr schlichten Farben gehalten wurden, tauchten sie die Patagonia-Linie in leuchtende Farben - ein großartiges Unterscheidungsmerkmal.
Das Wachstum setzte sich bis in die 1990er Jahre fort (in einem Jahr waren sie sogar auf der Liste der am schnellsten wachsenden Unternehmen), bis sie aufgrund der Rezession viele ihrer MitarbeiterInnen entlassen mussten.
Doch auch diese Herausforderung veranlasste das Unternehmen, sich noch mehr auf seine Werte zu konzentrieren und den MitarbeiterInnen mehr und mehr Freiheiten zu geben (z. B. in der Mittagspause surfen zu gehen und eine Kinderbetreuung vor Ort anzubieten). Patagonia begann sich also wieder auf seinen Purpose zu konzentrieren.
Als eine weitere Krise auftauchte, hatten sie dann bereits einen Denkrahmen:
What we began to read—about global warming, the cutting and burning of tropical forests, the rapid loss of groundwater and topsoil, acid rain, the ruin of rivers and creeks from silting-over dams—reinforced what we saw with our eyes and smelled with our noses during our travels.
Was als Anfrage zur Verhinderung eines Staudammprojekts und dem Schutz einer Brandungszone begann und von Mark Capelli, einem 25-jährigen Biologiestudenten, unterstützt wurde, etablierte sich zu Patagonia’s Umweltengagement:





