🎭 Entertain or Die - Markenfit 2025
Menschen schenken Werbung keine Aufmerksamkeit mehr. Wie wird unsere Marke begehrlich? Wie wird unsere Kommunikation emotional? Und wie verkaufe wir Nachhaltigkeit, ohne, dass es nach Verzicht klingt?
Hallo 👋 mein Name ist Florian Schleicher und das ist der FutureStrategies Newsletter von FUTURES. Schön, dass du mitliest 💚
Wann hast du das letzte Mal einen Werbespot bis zum Ende angesehen?
Wann hast du das letzte Mal einen Newsletter wirklich gelesen?
Wann hast du das letzte Mal dein Kaufverhalten geändert?
2025 zeigt uns vor allem eines:
Eine Überlastung an (Welt-)Nachrichten.
Wir sind gefühlt im Dauerstress.
Alles ist so schnell.
Die.
Ganze.
Zeit.
Und nicht nur uns Marketingmenschen geht es so.
Auch den KundInnen, die wir versuchen, zu erreichen.
Einer Studie zufolge verbringen Frauen in der Regel etwa 84 Sekunden mit der Bewertung eines Partner-Profils in einer Dating App, während Männer sogar nur 58 Sekunden brauchen.
Wenn wir nicht einmal der PartnerInnen-Auswahl unsere Aufmerksamkeit schenken, dann können wir davon ausgehen, was mit unserem teuer produzierten und lang durchdachtem Marketing passiert.
Einer Anzeige in einem Magazin schenken wir 1.7 Sekunden.
Einem Mailing 2 Sekunden.
Einem Social Media Posting 1.3 Sekunden.
Unser Markencontent wird förmlich aufgegessen vom Alltag der Menschen.
Und ebendiesen Alltag vergessen sie am liebsten bei Unterhaltung.
Wer kennt es nicht?
Nach einem langen Arbeitstag einfach mal auf die Couch.
Einfach mal TikTok scrollen oder Netflix schauen… (oder beides gleichzeitig).
Und fast ausweglos erscheint der allgegenwärtige und sich ständig wandelnde Algorithmus.
“The Algorithm” doesn’t measure what people want.
It measures what people pay attention to.”
Marken haben es 2025 schwer.
Das ist nicht nur für Unternehmen eine Herausforderung:
Auch 53% aller Creators meinen, es ist schwerer, die eigenen Follower zu erreichen, als es noch vor fünf Jahren war.
Menschen sind überfordert durch Kommunikation, Auswahl, Produkten, Services und Werbung überlastet.
Niemand will Produkte kaufen.
Und noch weniger wollen Menschen Nachhaltigkeit kaufen.
Sie wollen sich belohnen, ein Stück Nostalgie in unsicheren Zeiten spüren. Und im Kern wollen sie einen Vorteil für ihr Leben haben.
Was müssen Marken also 2025 schaffen?
Das schauen wir uns heute an:
1️⃣ Von Kauf zu Begehrlichkeit
2️⃣ Emotionen auf Augenhöhe
3️⃣ Green Marketing neu gedacht
Das ist Teil 3/3 meiner Marketing Trend Diagnose für 2025.
1️⃣ Von Kauf zu Begehrlichkeit
Manche Marken werden einfach gekauft.
Andere werden begehrt.
In der unglaublichen Menge an Content und Auswahl müssen Marken mit Emotionen herausstechen.
KonsumentInnen sind auf der Suche nach einem tieferen Sinn. Der Wert eines Produktes oder einer Dienstleistung wird immer mehr durch die Fähigkeit, eine profunde emotionale Reaktion hervorzurufen, bewertet werden.
Die Mehrheit aller Marken vergessen wir relativ schnell.
Ein paar Wenige leben irgendwo im Hinterland unseres Bewusstseins. Wir kaufen und konsumieren auf Basis von Gewohnheiten. Wir kaufen, weil wir ein Bedürfnis befriedigen wollen.
Und wenn wir kaufen, dann sind es zu 99% Transaktionen.
Klingt hart.
Ist aber leider die Realität von Marketing 2025.
Nehmen wir jetzt mal einen Perspektivenwechsel von diesem tristen Gedanken ein:
Denk an ein Produkt, dass du wirklich haben willst. Etwas, dass du dir gerade wünscht.
Niemand kauft eine Rolex, weil sie gebraucht wird. Niemand kauft ein Haus, weil gerade ein spontaner Wunsch entstanden ist. Wir verbringen Tage, Wochen, Monate damit, zu rationalisieren, warum wir große Kaufentscheidungen tätigen.
Das ist Begehrlichkeit.
Luxusmarken arbeiten schon jahrzehntelang damit.
Warum kaufen wir eine Rolex, aber ignorieren nachhaltige Produkte?
Was aber passiert, wenn wir diese Mechanik auf alltäglichere Produkte übertragen?
Was passiert, wenn wir damit rund um Nachhaltigkeitskommunikation arbeiten?
Genau da müssen wir ansetzen.
Von Transaktion zu Transformation.
Von “hier ist, was wir machen” zu “hier ist, was wir dir helfen, zu machen”.
Ganz praktisch:
🍎 Was verkauft Apple?
Auf den ersten Blick sind es elektronische Geräte.
Aber auf den zweiten Blick geht es um ein Werkzeug, uns zu verbinden, uns (und unseren Status) auszudrücken, und immer mehr auf unsere Gesundheit zu achten.
Nicht umsonst ist die Apple Watch die meistverkaufte Uhr der Welt, die übrigens an oberster Stelle mit einem Argument kommuniziert: Gesundheit.
Es geht also nicht nur um das WAS hinter Produkten, sondern immer mehr um das WIE und WARUM.
“Consumers are no longer buying just items, but are buying into sensations and visions of themselves. Brands need to understand the emotional journeys of the customers and display and position their products not just as objects of desire, but as integral parts of larger lifestyle aspirations.”
© Next Atlas Unveiling 2025
Noch ein paar weitere Beispiele, die zeigen, wie ein Alltagsprodukt für mehr stehen kann:




